HISTORIE

Schloss Dölkau ist ein im Ursprung klassizistisches Gebäude, das Graf Karl Ludwig August von Hohenthal zwischen 1804 bis 1806 mit großer Wahrscheinlichkeit von dem damals bedeutendsten Leipziger Architekten Johann Friedrich Dauthe entwerfen und bauen ließ.

An der Nordseite, der Seeseite, führt eine Freitreppe zum Portikus, der von sechs imposanten ionischen Säulen eingerahmt wird. Die gesamte Fassade des Schlosses ist fein gegliedert und mit Schmuckfriesen, Rosetten und Mäanderband versehen.

Um 1851 weilte Johannes Brahms zu Besuch in Dölkau. In der Waldidylle der Elster-Luppe-Aue fand er die rechte Muse zum Komponieren und widmete Gräfin Ida von Hohental seine Klaviersonate op. 5, f-Moll.

Schloss Dölkau war von 1806 bis 1945 im Besitz der Familie von Hohental und wurde 1945 enteignet. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde es erst von den Amerikanern, anschließend von den Russen besetzt. Acht Jahre lang, von 1945 bis 1953, waren darin die Landesschule der FDJ, dann bis 1992 ein Kinderheim des Kreises Merseburg untergebracht.

Das Gebäude wurde 1999 bis 2007 mit hohem Engagement hiesiger Unternehmen originalgetreu saniert und befindet sich im Privatbesitz.